Mission accomplished

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Bevor ich gleich in den Matrazenhorchdienst wechsle, noch ein kurzes Lebenszeichen.
Hat alles geklappt. 02:52:57 ist am Ende rausgekommen. ­čÖé
Keine Beschwerden, kein Mann mit dem Hammer, alles richtig gemacht.

Danke f├╝r den tollen Support an so vielen Stellen. Vor allem danke auch an die Dresdenen auf der Alsterkrugchaussee.

Fotos kommen sp├Ąter…

Nachti, nachti
Happy Svensson

Peng!

5:55 Uhr. Irgendwo schnattert was. Eine Ente auf dem Balkon? Nee. Aufstehen!
Blauer Himmel, Vogelgetzwitscher. Sch├Ân.
In sechs Stunden hab ich einen Termin in der Karolinenstra├če und bis dahin ist noch einiges zu tun. ­čÖé
Zum Beispiel ordentlich Fr├╝hst├╝cken.
Ein Wei├čbrot mit Pflaumenmus, ein Wei├čbrot mit franz├Âsischem Stinker und eins mit Ziegenfrischk├Ąse. Eine Tasse Kaffee und einen Becher Earl Grey. Zum Abgang noch ein bisschen Schokolade. Jetzt mach ich keine Experimente mehr.
Da ich ├╝ber spezielle morgendliche Rituale aus R├╝cksicht auf Don Franco nicht berichten darf, ├╝berspringe ich diesen Punkt. Schade.

[…]
7:10 Uhr. Zeit zum Anziehen.
Egal was kommt, ich laufe kurz. Es wird ganz sicher warm genug.
Tasche packen. Ein letzter Blick auf die Checkliste. Ein paar Gels und Riegel f├╝r alle F├Ąlle eingesteckt. Sonnenbrille und Schnuffeltuch.

[…]
8:00 Uhr. Auf zur Bahn.
Jetzt geht’s endlich los!
Mehr sp├Ąter ­čÖé

Tag 55 – das Gesetz des Dschungels

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Kaum zu glauben, das GREIF-Training ist vorbei. Aus. Zu Ende.
Gut 800 offizielle Trainingskilometer liegen hinter mir. Ich bin durch die W├╝ste gerannt und durch scheinbar ewiges Eis. Ich bin zu fast allen Tages- und Nachtzeiten gerannt. Und immer hatte ich nur ein einziges Ziel vor Augen: den Marathon am 21-04.
Das f├╝hlt sich schon etwas komisch an – heute, am Tag davor.

Jetzt sagt mir kein Manifest mehr, was ich zu tun hab.
Jetzt herrscht das Gesetz des Dschungels.
Also fahre ich vorsichtig die Reaktoren an und Sorge f├╝r ausreichend K├╝hlwasser. Morgen um diese Zeit wird schon alles (vieles) anders sein.

Tag 54 – Sugar, Baby!

Der Trainingsplan ist mittlerweile beim angenehmsten Teil angelangt. Beim Carbo-Loading. Rein mit dem Zucker!
Denn wie sagt Dr. Feil so sch├Ân: Train low, compete high.

Vorhin bin ich nochmal 6km locker gelaufen, um es nicht g├Ąnzlich zu verlernen. Danach ging das gro├če Fressen aber auch schon los. Risotto, Couscous-Salat und jetzt Trockenobst. Naja, eine T├╝te Colafl├Ąschchen hab ich vorhin auch schon inhaliert. Nein, jetzt keine Schokolade mehr – zu viel Fett. Kampfgewicht 75,5kg. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Startnummer hab ich auch schon geholt. Und zu meiner gro├čen ├ťberraschung, starte ich in Block B. Huiuiui… Der Mutantenblock.
Wem auch immer ich das zu verdanken habe, Ilka, Haasi, Zatopeks Erben… Cool, danke! Jetzt muss ich nur noch laufen.

@Doc Lemke: Nein, ich bade nicht in Kaisernatron.

Merkt euch also diese Nummer:
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Tag 52 – Dramaturgie

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Noch viermal schlafen, noch 10 (in Worten zehn) Trainingskilometer. Ich denke, es ist Zeit, ├╝ber die richtige Taktik nachzudenken.

Grundregel Nummer 1:
Egal, wie gut ich mich f├╝hle – die ersten Kilometer laufe ich oberhalb meines Marathonrenntempos!

Grundregel Nummer 2:
Egal, wie schnell die anderen laufen – die ersten Kilometer laufe ich oberhalb meines Marathonrenntempos!

Grundregel Nummer 3:
Egal, ob mich ein 4Std.30-Ballon ├╝berholt – die ersten Kilometer laufe ich oberhalb meines Marathonrenntempos!

Das ist sehr, sehr schwierig ­čÖü

So. Damit w├Ąre das ja schon mal gekl├Ąrt. Kilometer 16-25 versuche ich, leicht unterhalb des Marathonrenntempos zu laufen.
Danach wird bis zum Schluss Marathonrenntempo gelaufen. Bei Kilometer 30/31 (in Olhsdorf) wird dieses Vorhaben nochmal mit einem lautstartken „Attacke“ best├Ątigt.
Und dann… wird eingesammelt! Lieber J├Ąger als Gejagter. ­čÖé

Tag 50 – Reisegeschwindigkeit

4×2000 im Marathonrenntempo.
Also zwischen 4:03 und 4:08 pro Kilometer. Das lief ohne nennenswerte Probleme. Ganz im Gegenteil. Jetzt hab ich endlich richtig Bock. An das Tempo kann ich mich gew├Âhnen. Die ideale Reisegeschwindigkeit. ­čÖé

Ob es in Str├Âmen regnet oder schneit, schietegal, Sonntag wird gerockt und zwar richtig!