Vitamin M

Wer einen Marathon laufen und vor sich selbst bestehen will – womöglich noch auf Zeit,
der braucht vor allem eines: Motivation.

Es reicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht, sich am Tag des jüngsten Gerichts an den Start zu stellen und dann einfach locker und fluffich loszurennen.
Ok, mit Ausnahme der Kollegen aus der kenianischen Hochebene.
Es reicht auch nicht, vier oder acht Wochen vorher mit dem Training anzufangen.

Ein gut vorbereiteter Frühjahrsmarathon fängt idealerweise schon im Dezember an.
Das ist genau die Zeit, wo es draußen (insbes. in Hamburg) so richtig gemütlich ist. Dunkel, nass und kalt. Das Beruhigende ist, dass sich diese drei Adjektive in den nächsten zwei Monaten überhaupt nicht ändern werden.

Wer mal morgens um halbsieben im Eisregen zwei Runden um die Alster gerannt ist, der muss einfach motiviert sein. Oder doch nur irre?

M wie Motivation

Um es vorweg zu nehmen, ich bin motiviert – hochmotiviert. 🙂
Ehrlich gesagt, waren es zwei Ereignisse, die mir die Entscheidung leicht gemacht haben.  Am 1. Weihnachtstag liefen Rocky III und Rocky IV. Einen Tag später fiel mir mal wieder Peter Greifs Countdown in die Hände.

Raus aus der Komfortzone!

Das muss man sich mal reinziehen. Tage-, wochen-, vielleicht sogar monatelanges Training, 5-7 Einheiten die Woche – bei Wind und Wetter. Nicht krank werden, gesund und kohlehydrahtarm essen, nach Möglichkeit keinen Alkohol….
Nur um einmal im Jahr wie ein Berserker den Gorch-Fock-Wall hochzupeitschen, in der Karolinenstraße die Arme in die Luft zu strecken und den Tag mit den Worten abzuschließen: Geht doch!

Wenn also heute in einer Woche das „offizielle“ Training beginnt, habe ich schon einige Stunden auf der Uhr. Dennoch blicke ich extrem gespannt auf die letzten knapp 900 Kilometer. Und ja, das alles nur für einen Lauf. Den aber bitte unter unter 3h! 😉

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